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30 Jahre Friedliche Revolution - Wendezeugen berichten Drucken
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„Was passierte während der Wende in der Schule? Was hat sich am Unterricht verändert?“, fragte die Böllianerin Ronja Bergner Herrn Lukas Nagat, der an seinen Erlebnissen und Erfahrungen die ca. 25 Besucher im Gorndorfer Stadtteilzentrum am 26.11.2019 teilhaben ließ.Die Partnerschaft für Demokratie und die Stadt Saalfeld hatte zum zweiten Erzählcafé geladen.

Interviewt wurden außerdem Frank Lauterbach und Uwe Petzold von Ronja Bergner, einer Schülerin der 10. Klasse des Heinrich-Böll-Gymnasiums, die ihre Seminarfacharbeit über die Zeitzeugeninterviews schreibt. Professionelle Unterstützung erhielt sie von Didi Bujack. Eindrucksvoll wurde geschildert, wie die im Dissens zum DDR-System auftretenden Jugendlichen damals Repressalien hinnehmen mussten, aber auch, welche Freiräume genutzt wurden und welchen Einfluss vor allem die Junge Gemeinde und die Pfarrer auf den Werdegang der Jugendlichen hatten.

Das Gespräch wurde vom SRB aufgenommen.

Später wird eine Gruppe Schüler der 8. – 10. Klassen des Böll-Gymnasiums, die ebenfalls anwesend waren, eine Sendung dazu gestalten und auch in der Projektwoche im Juli an diesem Thema weiterarbeiten.

 
Freude am Sprachenlernen Drucken
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Nicht alle Schüler können Französisch als ihr Lieblingsfach bezeichen. Vielen fehlt der Zugang zu dieser charmanten Sprache, v.a. die Sicherheit in der Anwendung des Gelernten. Man kann sich mit Ausreden wie ,,Ich kann das nicht!“ oder ,,Ich bin zu unbegabt“ nicht dauerhaft aus der Affäre ziehen. Schließlich kommt die Note in Französisch auf DEIN Abiturzeugnis!


Was tun? Das Verrückteste und gleichzeitig Wertvollste, was DU in dieser Situation machen kannst: Unterziehe DICH doch einer echten DELF-Prüfung! Einige meiner Mitschüler aus der Französisich-AG und ich, Schülerin der 10. Klasse, haben dieses Jahr die Prüfung (in unterschiedlichen Niveaus von A1 bis B2) erfolgreich bestanden. Wir sind nicht der Meinung, dass nur französischbegeisterte Sprachbegabte diese Prüfung meistern können und sollen. Gerade für unsichere Französischlerner bringt dieses Examen wichtige Erfahrungen, die keine Sprachnachhilfe bieten kann. Mir fiel zum Beispiel überraschenderweise der mündlich-produktive Teil der Prüfung am leichtesten. Der Kontakt mit meiner freundlichen Prüferin, einer echten Französin, war so bereichernd und interessant, dass ich die Prüfungssituation beinahe vergaß. Gespräche mit ,,echten“ Muttersprachlern sind nur einige positive Aspekte. Auch das Vorbereiten auf die Prüfung in der Französisch-AG gemeinsam mit Schülern aus unterschiedlichen Jahrgängen bringt DIR neue Französischkenntnisse.


Klingt das für DICH vielversprechend? Es ist egal, ob DU ein Französisch-Ass auf der Suche nach neuen Herausforderunge bist oder nur daran Interesse hast, in der Sprache weiterzukommen: Die DELF-Prüfung bietet DIR die perfekte Möglichkeit, dem sprachlichen Niveau entsprechend, DEIN Können unter Beweis zu stellen und Neues zu erlernen! Lass DICH beraten und sprich die Französischlehrer unserer Schule direkt an!
DU kannst in jedem Falle nichts verlieren, sondern nur dazugewinnen!!!

 

Adel Aryayev Klasse 10c


DELF-AG: jeden Mittwoch 14.30-15.15 im Raum 106

 

im Bild: DELF-Absolventen/innen SJ 2018/19: Elisabeth Müller, Denise Mönnich, Leoni Schmidt, Michelle Karlen, Adel Aryayev, Phuong Do Xuan (außerdem: Piet Kulpe, Emely Franke u. AnhTuyet Nguyen)

 

 

 
Ein Blick in eine fremde Welt Drucken
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Schermanns Augen – Lesung mit Steffen Mensching am 18. November 2019 am Heinrich-Böll-Gymnasium Saalfeld  


"Ins Böll-Gymnasium passt es ganz gut, so ein bisschen moderne Literatur vorzustellen. Das Buch ist nicht ganz dünn – wenn wir uns beim Lesen abwechseln, könnten wir in zwei Tagen durch sein. Es gibt auch schon Menschen, die es geschafft haben [sich durch die 820 Seiten zu kämpfen].“
So beginnt der Rudolstädter Theaterintendant, Schauspieler, Regisseur und seit kurzem auch Erich-Fried-Preisträger die Lesung aus seinem Roman „Schermanns Augen“, nachdem er mit Bela Bartoks Komposition „Für Kinder“ herzlich von Jürgen Franke am Klavier begrüßt wurde. Es werden fesselnde eineinhalb Stunden, die die Zuhörer in die Welt des Graphologen Rafael Schermann, des deutschen Kommunisten Otto Haferkorn und der russischen Kriminellen Kosinzew und Uspechin im Lager Artek II im Archangelsker Gebiet führen.

Die Eingangsszene, die Mensching liest, zeigt zunächst einen auf sein Überleben bedachten politischen Häftling Otto Haferkorn, dem der alte polnische Jude Rafael Schermann als eine Last erscheint. In Haferkorns Augen ist er ein zunächst nur alter Mann, der durch einen raschen Tod vor Schlimmerem bewahrt werden könnte. Doch aus beiden wird ein Paar, das sich mit seinen Talenten ein Jahr lang am Leben erhält. Schermann ist ein genialer Handschriftendeuter und viel beachteter Wahrsager - Haferkorn, der exilierte deutsche Kommunist, arbeitet als sein Dolmetscher, den die Lagermächtigen benötigen, um mit Schermann sprechen zu können und sein Können in Augenschein und Anspruch zu nehmen.
In weiteren Auszügen stellt Steffen Mensching einige seiner wichtigsten Charaktere vor - ihn interessieren neben dem bedeutenden Wiener Graphologen auch die deutschen Kommunisten, die nach der Machtergreifung Hitlers ins russische Exil gehen und den stalinistischen Säuberungen zum Opfer fallen. Darüber hinaus werden die Urki – die russischen Kriminellen – lebendig, als der Autor das Füchslein Aksjonow zu Wort kommen lässt. Dieser Mann macht in seiner Ganovensprache sehr deutlich, wie nahe Haferkorn und Schermann am Abgrund spazieren. Schließlich leuchtet auch Rafael Schermanns besondere Begabung in einer letzten Leseprobe auf.
Das sich anschließende Gespräch lässt die Zuhörer nachvollziehen, wie Steffen Mensching zu seinem Stoff kam. Es erklärt, wie er seine Recherche unter anderem in New York, Krakau, Wien und Moskau betrieb und dabei trotz vieler Irrwege, von denen er umkehren und sich nicht entmutigen lassen durfte, auch so manche Perle fand, die sein Herz höher schlagen ließ. So entdeckte er, dass die Theatermannschaft Stanislawskis mit dem berühmten Regisseur auf dem Dampfschiff reiste, mit dem auch Rafael Schermann nach New York fuhr, und gestaltete deren mögliche Begegnung in seinem faszinierenden Roman.
Mensching lässt seine Zuhörer stauen über das Schermann-Talent, indem er es teilweise erklärt und doch auch dem Genialen Raum gibt, das den Graphologen umweht. Und er sät Anregungen zum Weiterlesen, Nachforschen und Suchen nach dem, was das Leben vergangener Generationen uns über unseren Weltzustand zeigen kann, wenn wir die Augen dafür öffnen.

Anne-Kathrin Leo

 

 
Europa auf der Spur Drucken
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Foto der Teilnehmer (Fotograf: P. Günther)Was zeichnet uns als Deutsche und was als Europäer aus? Und wie sehen uns unsere Nachbarn in Europa? Mit diesen Fragen werden sich Schüler des Heinrich Böll Gymnasiums im Rahmen eines Erasmus Plus Projektes in den nächsten zwei Jahren beschäftigen. Das Projekt „Europäische Identitäten in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ versucht mittels Fotografie verschiedene Sichtweisen auf nationale und europäische Identitäten in den Teilnehmerländern Polen, Litauen, der Slowakei, Deutschland und Italien zu entwickeln.


Nachdem sich die Schüler in der Vorbereitung mit dem Thema Identität und Fotografie in Workshops auseinandergesetzt haben, beginnt die professionalisierte Fotokunst in Saalfeld, Weimar und Erfurt. Die Schüler der verschiedenen europäischen Nachbarländer sollen mit ihrem unbefangenen Blick Befremdliches aber auch Bekanntes in den Gastländern fokussieren und damit nicht nur den eigenen Blick erweitern, sondern auch dem jeweiligen Gastland eine neue Perspektive auf die eigene Heimat eröffnen. Unser eigener Blick ist oft verstellt, weil wir in unseren täglichen Denkmustern „feststecken“, die uns ein Außenstehender am besten vor Augen führen kann. Am Ende des Projektes soll dann eine gemeinsame Ausstellung entstehen, die in den Teilnehmerländern gezeigt wird.

 

Reiner Heubach
 

 
MINT-Stipendiaten der Stiftung "Bildung für Thüringen" Drucken
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Angeregt durch Herrn Kniese haben dieses Jahr wieder einige Schülerinnen und Schüler des HBG ein Stipendium erlangt.
Acht sind es dieses Jahr - so viele wie noch nie. Dabei sind: Tom Bärschneider, Leonie Bügel, Lilly Laudien, Loris Linke, Emily Lührs, Denise Mönnich, Bodo Schindler und Michel Zeh.
Ermöglicht wird das Ganze durch die Stiftung “Bildung für Thüringen“, welche die Stipendiatinnen und Stipendiaten im mathematisch-informatisch-naturwissenschaftlich-technischenBereich (kurz MINT) fördert. Seit 2008 verfolgt die Stiftung schon erfolgreich dieses Ziel und befindet sich nun im 11. Durchlauf mit bereits 400 ehemaligen Stipendiaten.
Dabei werden Exkursionen, meist in den Ferien, in eine breit gefächerte Auswahl von Betrieben unternommen. Highlights sind zum Beispiel der Besuch des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) in Braunschweig und des Bundestages. Auch spielerische Aktivitäten werden angeboten. Ein Beispiel dafür wäre das Planspiel POL&IS (Politik und Internationale Sicherheit) der Bundeswehr, welches mit verschiedenen Methoden über eine Dauer von 2 bis 3 Tagen gespielt wird. Kosten fallen dabei für die Schüler nicht an, da alles von der Stiftung und deren Kooperationspartnern und Unterstützern finanziert wird.
Doch nicht zu viel auf einmal. Genau das könnten sich die Stipendiaten unserer Schule auch gedacht haben, als sie am 07.09.2019, begleitet von Frau Schramm, mit 24 anderen Schülern aus ganz Thüringen bei der Eröffnungsfeier an der Fachhochschule Erfurt erschienen.
Mit diesem erlangten Einblick wünschen wir nun den auserwählten Schülern unserer Klassenstufe 11 viel Erfolg und Spaß im Programm.
 

 
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